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Sex and the City
Allgemeine Präsentation der Serie
Sex wie ein Mann
Die lustvollen Aspekte
Die Homosexualität in der Serie
Fazit
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Von einer Zeitungskolumne zur Fernsehserie

Sex and the City


"Um glücklich zu sein, müsst ihr Sex haben wie Männer." - Samantha Jones

 

Die Serie bricht viele Tabus. Da sie gesellschaftlich akzeptiert ist, dies wiederum dank der Originalität im Diskurs der Sexualität, machte sie heikle Themen gesellschaftlich akzeptabel und salonfähig.

Entstehungsgeschichte

Die Serie „Sex and The City“ beruht auf einer gleichnamigen Zeitungskolumne, die ab 1994 im New York Observer erschien. Dies ist eine Wochenzeitung aus Manhattan, die hauptsächlich von reichen Akademikern, die im Großraum New York leben, gelesen wird. Die New Yorker Kolumnistin C. Bushnell wurde 1994 von einem Bekannten, dem damaligen Verleger und Inhaber der Zeitung Arthur L. Carter gebeten, eine Kolumne über das zu schreiben „ was sie kennt“. Daher entwickelte sie das Konzept der Artikelreihe „Sex and the City“, in der sie einen kaum verhüllten Einblick in ihr eigenes Leben gibt, das Leben ihrer Freunde und Bekannten und in das des New Yorker „City Live“, welchem sie auf ihren nächtlichen Streifzügen durch die Partys der Stadt begegnet.

Die Themen ihrer Kolumnen, die 1996 zum ersten Mal auch in einem Buch zusammengefasst wurden, fand die Autorin in ihrem Umfeld. Es sind Geschichten über den Alltag: Männer, die nur mit Models ausgehen, giftige Junggesellen, die gar nicht ans heiraten denken und trotzdem auf der Suche sind, Frauen die sich zeitweise von Männern aushalten lassen und solche, die ihren Lebensstil nicht für eine Beziehung aufgeben wollen.

Die Frauen in dem Roman „Sex and the City“ sind meist über dreißig Jahre alt und haben schon eine lange Reihe von gescheiterten Beziehungen hinter sich. Sie sind finanziell unabhängig und müssen sich von den Männern nichts sagen lassen. Bushnell berichtet vom Leben der reichen Einwohner Manhattans, ihren Wohnungen auf der Upper East Side, dem Wochenendhaus in den Hamptons und den Skiurlauben in Aspen. Was sie aber beschreibt ist nicht der glamouröse Lebensstil, sondern dessen Kehrseite. Der Humor, mit dem sie fast alle Spielarten von Beziehungen und Sex auslotet, mischt sich mit einem sarkastischen Unterton. Es scheint, als sei die klassische Zweierbeziehung ein Relikt aus vergangenen Zeiten.

Darren Star, der schon als ausführender Produzent bei den bekannten Serien „Beverly Hills 90210“ und „Melrose Place“ mitgewirkt hatte, las Bushnells Artikelserie zum ersten Mal im Jahr 1995, als er wegen seiner neuen Serie „Central Park West“ von Los Angeles nach New York gezogen war. In den Artikeln wurde „das wahre“ Leben der zwanzig und dreißigjährigen New Yorker Singlefrauen präsentiert. Die Serie hat unzählige Preise gewonnen und kann Nominierungen auf ihrem Konto verbuchen. Gleichzeitig kann sie als qualitativ hochwertig bezeichnet werden. Da der Schöpfer und ausführende Produzent Darren Star und der zweite ausführende Produzent Michael Patrick King, die beide homosexuell sind, den Kern des Autorenteams bilden, präsentiert die Serie keinen männlichen Blick. Das Autorenteam wird außerdem von Cindy Chupack, Lenny Bicks, Amy B. Harris, Liz Tuccillo, Julie Rottenberg und Elisa Zuritsky ergänzt, die beim Schreiben des Drehbuchs der Serie oft auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen konnten.