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Eines ist doch klar: für viele Menschen wird die Pornographie zur Leitkultur!

Porno Filme als Sexual Erzieher


Eine 11-Jährige schaut den neuesten hardcore Porno mit ihrer Mutter.
Ein 6-Jähriger wird in sein Zimmer geschickt, damit Mama und ihr neuen Freund „in Ruhe“ ihr tägliches Porno schauen können. Der 6-Jähriger bekommt auch eine hardcore Porno DVD - als Babysitterin. Die sollte er ab jetzt allein schauen, denn der Sozialpädagoge hat der Mutter erzählt „es hat eine enthemmende Wirkung auf die Kinder, wenn sie Porno mit ihrer Eltern zusammen schauen!“ 

Eine Mutter wartet mit ihrem 12-jährigen Sohn aufgeregt auf den Begin des Konzerts von Porno RapperBushido“ (er füllt großen Hallen). Die Texte handeln von Vergewaltigungen, Gewalt und Sex. Ein anderer Porno Rapper „Frauenarzt“ verkauft monatlich 10.000 Exemplare. Die Mutter schwärmt „Ich find ihn scharf, ich find ihn scharf, ich find ihn scharf!“. Der Junge filmt wären des Konzerts den Sänger mit seinem Handy. Zwischen zwei Pausen (klick) erscheint der Bildschirmschoner auf seinem Handy: ein Penis steckt im Po einer Frau.

Eine 16-Jährige ist stolz und ganz aufgeregt auf ihren Auftritt heute Abend: „Gang-Bang“ heißt die Veranstaltung, bei der mehrere Jungs ein einziges Mädchen, Sie in diesem Fall, überfallen werden. Sie soll dabei „echte Schmerzen empfinden“ dann ist es für die Jungs „echt Scharf!“

Ein 11-Jähriger sitzt in der Beratungsstelle der Caritas in Bochum. Er hat seine 4-jährige Schwester regelmäßig vergewaltigt und sich dabei mit Pornos der Mutter in Stimmung gebracht. Zuerst wollte der Junge gar nicht reden, dann irgendwann sagt er: „Aber die Anderen, die machen das doch auch alle.“ Die Anderen, das sind die im Porno.


Fantasie oder Realität?

All das sind keine Fantasiegeschichten eines perversen Erwachsenen, sondern reale Tatsachen. Man könnte sagen, das ist die neue sexuelle Revolution. Dabei geht es nicht um freie Liebe, mit Freiheit und Liebe hat das nichts zu tun. Der Motor für diese Umwälzung der Sexualität sind keine Ideale. Es ist Pornographie.

Das Phänomen wird in Deutschland breit festgestellt. Die Hauptbetroffenen sind vor allem die unteren sozialen Schichten, Kinder von allein erziehenden Müttern, ohne Schulausbildung oder erlernten Beruf. Die Beteiligung der Mittel- und Höheren Sozialschichten an diesem Trend liegt schätzungsweise bei 20%.

Dabei spielt die Fernsehkultur eine entscheidende Rolle. Weil die Mütter keine Lust haben sich mit ihren Kindern zu beschäftigen übernimmt der Fernseher die Rolle des Haupterziehers. So schauen Kinder von morgens bis abends fern, ohne Pausen oder Austausch mit den Eltern. Sie sehen gleichwertig Talkshows, Nachrichten, Superstar Magazine, Serien, Spielfilme und spät abends Pornos. Den Kindern fällt es natürlich schwer zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Das ist alles real, das ist deren Realität!

Wie viele Menschen häufig Porno gucken und wie das ihre Sexualität und Persönlichkeit beeinflusst, das erforscht hierzulande leider niemand“

sagt Volkmar Sigusch, Altvater der deutschen Sexualwissenschaft für das Magazin „Stern“ in der Ausgabe vom 1.2.2007.

„Der Forschungsstand zur Pornographie ist in Deutschland wirklich dünn“, bestätigt auch Professor Jakob Pastötter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung.

„Man kann die Auswirkungen, die ein permanenter Pornokonsum, vor allem in der Unterschicht hat, überhaupt nicht überschätzen. Die Ästhetik, die Sprache, das Verhalten in Pornofilmen - das alles entwickelt sich zum Rollenvorbild für die, denen die Vorbilder abhanden gekommen sind. Pornographie wird zur Leitkultur der Unterschichten!“